Problem des Monats

Problem des Monats

Mathematik für alle

Ich habe am Hohenstaufen Gymnasium Kaiserslautern ca. 30 Jahre lang mit Erfolg die Aktion „Problem des Monats“ durchgeführt. Dieses Projekt wurde von Schülern, Eltern und Lehrern sehr begrüßt, so dass ich mich veranlasst sehe, seine Realisierung zu begründen und zu beschreiben, so interessierten Kollegen das Nachmachen erleichter wird.

  • Motivation:
    • Ergänzend zu den vielen mathematischen Wettbewerben, die im Land und an unserer Schule durchgeführt werden (Mathematikolympiade, Landeswettbewerb Mathematik, Mathematik ohne Grenzen, …) findet hier ein Wettbewerb statt, der sich auch an Schüler wendet, die bei den anderen Wettbewerben eher nicht teilnehmen würden.
    • Der Wettbewerb ist schulintern; seine Ergebnisse werden veröffentlicht.
    • Durch zu Beginn einfache Aufgaben und eine ansprechende Darstellung wird versucht, Schüler zur freiwilligen Mitarbeit zu bewegen und ihnen auf lange Sicht die Möglichkeit zur Erkenntnis der Schönheit der Mathematik zu geben.
    • Es werden Aufgaben gestellt, die eher nicht anwendungsorientiert sind und zeigen sollen, dass auch Beschäftigung mit der Mathematik um ihrer selbst willen sinnvoll sein kann. Wozu ist das gut? Weil es Spaß macht!!!
    • Das Projekt hat eine soziale Funktion: Da alle Schüler die gleiche Aufgabe auf unterschiedlichen Niveaus lösen, wird eine Kommunikation von Schülern aller Klassen und Altersstufen ermöglicht. Darüber hinaus konnte immer wieder beobachtet werden, dass auch Eltern und Lehrer in diese Diskussionen involviert werden.
    • Der Förderkreis der Schule stiftet als Preise Buchgutscheine (bei jedem Problem je einen Preis in jeder der unten genannten drei Klassenstufen und für die Jahreswertungen).
  • Aufgaben
    • Es werden Aufgaben für alle Schüler der Schule (Klasse 5 bis 13) angeboten. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade Leicht (Klasse 5-7), Mittel (8 bis 10) und Schwer (11 bis 13). Im Laufe der Jahre hat sich herausgestellt, dass es vorteilhaft ist, wenn die Aufgaben haben den gleichen Kontext haben.
  • Realisierung an unserer Schule
    • Im Jahr werden ca. 6 Probleme gestellt (in jedem Monat ohne Ferien eines).
    • Jeder Schüler der Schule kann die Probleme seiner oder der höheren Klassenstufen lösen.
    • Die gelösten Aufgaben werden beim Mathematiklehrer oder dem Leiter des Projekts abgegeben.
    • Für jede gelöste Aufgaben werden 1, 2 oder 3 Punkte gegeben (in Abhängigkeit von der Qualität der Lösung). Die Ergebnisse werden am schwarzen Brett veröffenlticht.
    • Über das Schuljahr hinweg werden die Punktzahlen veröffentlicht; die Punkte innerhalb der zum Schüler gehörigen Klassenstufe werden addiert.
    • Bei jedem der 6 Probleme wird zu jeder Klassenstufe je ein Buchpreis ausgelost. Die Gewinner erhalten einen Buchpreis und eine Urkunde.
    • Über das Schuljahr hinweg werden die Punkte der eigenen Klassenstufe addiert.
    • Am Ende des Schuljahres findet eine Siegerehrung statt, bei der die punktbesten Schüler der Schule zusätzliche Preise erhalten.
    • Darüber hinaus werden auch die Punkte jeder Klasse bzw. jedes Kurses addiert und die drei besten Klassen erhalten am Schuljahresende Preise und Urkunden.
  • Weitere Informationen
    • An unserer Schule nahmen im Mittel ca. 250 von 1000 Schülern mindestens einmal im Jahr an einem PdM teil. Jeden Monat waren es meist 40 bis 100 Schüler.
    • Die Mathematiklehrer der Schulen werden gebeten, die auf Arbeitsblättern dargebotenen Probleme auszuteilen und, um die Wahrscheinlichkeit der Teilnahme zu erhöhen, kurz zu präsentieren.

Problembeispiel:

Quelle des Bildes: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:MilkManCrop.JPG

Lösungsbeispiel:

Auswertung:

Urkundenbeispiel:

 

 

 

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